Amulette bei den alten Ägyptern
Bei den Ägyptern gehörten Amulette in allen Lebenslagen zum alltäglichen Leben. Zumeist wurden sie als Halskette, als Ring oder als Armband getragen. Selbst die Toten blieben im Besitz ihrer Amulette: Sie wurden zwischen die verschiedenen Leinenschichten der Mumifizierung eingebettet.
Die Ägypter fertigten ihre Amulette häufig aus wertvollen Materialien, beispielsweise aus Gold, Edelsteinen oder auch als glasierte Fayencen, einer besonders wertvollen Keramik.
Typische für die Ägyptische Kultur waren die Götter-Amulette. Diesen sprach man die Eigenschaften der einzelnen Götter zu sowie den Erhalt des Wohlwollens dieses Gottes. Weitere typische Amulett-Symbole der Ägypter sind:
Das Ankh
Das Ankh ist das Symbol des ewigen Lebens. Aufgrund seiner Form, einem Kreuz, dessen oberer Balken durch eine Schlaufe ersetzt ist, wird es häufig auch als Henkelkreuz bezeichnet. Dieses Zeichen wurde auch als Hieroglyphe genutzt und steht hier sowohl für einen Sandalriemen als auch für das Leben selbst (vor und nach dem Tod).
Der Skarabäus
Der Skarabäus ist ein in Ägypten einheimischer Mistkäfer. Er dreht Dungkugeln, die seine eigene Körpergröße übersteigen, um darin ein Ei abzulegen. Für die Ägypter stand er somit für die Symbolik der Wiedergeburt und die Sonne. Bei einem Toten an die Stelle des Herzens gesetzt, sollte er positiven Einfluss auf die Waagschale nehmen, die nach dem Tod aufwiegen sollte, ob ein Mensch im Leben gut oder schlecht gehandelt hat.
Das Udjat-Auge, Horusauge, Auge des Ra
Verschiedene Legenden ranken sich um dieses Symbol. Generell wird es jedoch als Schutzsymbol angesehen, welches das Böse abwehren kann (besonders den „bösen Blick“), ewiges Leben schenken und für Gesundheit und Genesung sorgen können soll. Dieses Amulett gilt als eines der wichtigesten ägyptischen Schutzamulette.
Die Namensperle
Die Namensperle kam erst zum Tod eines Menschen in den Einsatz. Sie enthielt eine Inschrift mit dem Namen und der Funktion des Menschen im vergangenen Leben. Erwachte er nun in seinem neuen Leben in der Totenwelt, konnte er sich mittels der Namensperle (zumeist ein gravierter Carneol oder ein anderer Edelstein) an seine Identität erinnern.
>>> Amulette bei den Griechen und Römern