Keltische Amulette
Die Kelten waren ebenso wie die Germanen ein Volk, das uns vorrangig durch die Beschreibungen anderer Völker wie den Römern einen Einblick in ihre Lebenskultur hinterließ. Mehr noch als bei den Germanen sah man bei ihnen das geschriebene Wort als heilig an und ließ vieles von ihrem Glauben und ihrer Lebensphilosophie in jahrzehntelangen Studien von den Priestern, den Druiden, von Mund zu Mund tragen.
Trotz dieser sehr wagen Überlieferungen haben die Archäologie zusammen mit der Völkerkunde und den Schriften antiker Augenzeugen ein interessantes Bild von der Kultur der Kelten erschaffen, in der die Spiritualität einen starken Einfluss auf Handeln und Denken hatte.
Triskel
Das Triskel sieht aus wie ein dreiarmiger Wirbel. Er steht in der keltischen Tradition für die Göttin in ihrer dreifaltigen Erscheinung: Jungfrau – Mutter/Geliebte – Alte/Weise. Sie symbolisiert gleichzeitig das werden und vergehen des Jahreskreises, welches bei den Kelten in nur drei Jahreszeiten gefasst wurde, Herbst und Winter stellten gemeinsam die dunkle Jahreszeit dar.
Somit ist das Amulett mit dem Triskel ein Schutzsymbol, welches den positiven Einfluss der Göttin in allen Lebenslagen auf den Amulettträger ziehen soll. Ein vergleichbares Symbol ist die Dreier-Spirale, bei der drei Spiralen ein ähnliches Muster bilden, wie das Triskel.
Keltischer Knoten
Der keltische Knoten ist eine verkleinerte Variation dessen, was in sehr vielen keltischen Kunstwerken enthalten ist. Es handelt sich dabei um einen Knoten in einem Band, das jedoch weder einen Anfang noch ein Ende zu haben scheint. Dabei gehen die Überkreuzungen des Bandes sowohl oben darüber als auch unten darunter her, was einen platischen Eindruck entstehen läßt. In solche Ornamente eingebettet gibt es Motive mit Tieren, Pflanzen und anderen angedeuteten Gegenständen.
Als Amulett getragen soll der keltische Knoten seinem Träger Intuition und Frieden bescheren und ihn somit näher in den Kontakt mit seinen Ahnen treten lassen.
Keltisches Kreuz
Das keltische Kreuz wurde auch nach der Christianisierung der Kelten noch häufig genutzt. Es stellt mit seinen kreuzenden Stäben (die im Gegensatz zum christlichen Kreuz auch gleich lang sein können) die verschiedenen Himmelsrichtungen oder andere Gegensätze dar, die in dem Kreuz vereint werden (Das göttliche All-Eins). Dieses Kreuz wird jedoch zusätzlich von einem Kreis umrahmt, der den Aspekt des all-umfassenden verstärkt. Zumeist sind keltische Kreuze mit reichlich verschnörkelten Ornamenten verziert, die ähnlich wie der keltische Knoten weder Anfang noch Ende zu haben scheinen.
Auch das keltische Kreuz ist ein Symbol, das auf Schutzamuletten getragen wurde. Es bringt seinem Träger Schutz vor Gefahren sowie tiefe Inspiration und Intuition für die Lösung von Problemen in jeder Lebenslage.
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