Indianische Amulette
Bei den Indianern gab es verschiedene Arten des Glücksbringers, die man genau genommen zu den Amuletten zählen könnte. Bei den Indianern wurden vorrangig Materialien aus der Natur verwendet, beispielsweise Holz, Muscheln, Steine wie der Obsidian, aber auch Kombinationen, die häufig mit Federn und Perlen verziert wurden.
Der Medizinbeutel ist ein solches Amulett. Jeder Indianer hatte seinen eigenen Medizinbeutel, der für ihn persönlich vom Medizinmann geweiht wurde. Der Beutel selbst wurde gefüllt mit schutzbringenden Pflanzen wie Salbei oder Zedernholz, mit kleinen Geschenken und symbolischen Gegenständen. Er war meistens aus Leder und reichlich verziert.
Bei den Indianern wurden jedoch auch Amulette für die „Allgemeinheit“ hergestellt, die als Tauschgaben gegenüber anderen Stämmen eine Art Pfand darstellten. Solche Wampum-Bänder wurden aufwendig mit Symbolen bestickt, um auf diesem Band wichtige Ereignisse wie beispielsweise einen Friedenschluss festzuhalten.
Heute gibt es beispielsweise auch Amulette, auf denen die Symbole für verschiedene Tiere aufgebracht sind, die den Indianern heilig waren und bisweilen auch als indianische Sternzeichen bezeichnet werden.